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SEIN implementiert Videogespräche

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Eine Fachklinik innerhalb kurzer Zeit bereit für einen Einsatz von E-Health machen? Dass dies möglich ist, bewies die Stichting Epilepsie Instellingen Nederland (SEIN), ein Fach- und Kompetenzzentrum für Epilepsie- und anverwandte Erkrankungen mit Einrichtungen in den ganzen Niederlanden. Nach einem zweiwöchigen Pilotprojekt nutzen alle Fachärzte der SEIN-Polikliniken über die gesicherte E-Health-Plattform von Minddistrict nun zu Therapiezwecken Videogespräche.

Zusätzlicher Service durch Videogespräche

Ihren Patienten einen zusätzlichen Service anbieten zu können, war der Hauptgrund für SEIN, mit Videogesprächen zu beginnen. „Durch unser großes Versorgungsgebiet haben wir Patienten im ganzen Land“, erzählt Managementberaterin bei SEIN Heidi Wilms. „Die Patienten müssen ein ganzes Ende reisen, um zu uns zu kommen. Hinzu kommt, dass für einige von ihnen das Reisen ohnehin schon schwierig ist.“

Zuvor konnten die Therapeuten von SEIN zwischen einer persönlichen Gesprächssitzung und einem Telefonkontakt auswählen. Die Telefonkontakte konnten allerdings oft nicht mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Als sich herausstellte, dass Videokonsultationen sehr wohl von den Krankenkassen anerkannt wurden, beschloss SEIN, direkt Videogespräche einzuführen. Ein Vorteil davon ist, dass sich Therapeut und Patient nun während kurzer Konsultationen auch sehen können. „Wir können mit unseren Patienten nun sowohl online und telefonisch als auch persönlich sprechen. Damit bieten wir einen echten Extra-Service.“

Testanrufe? Eine große Herausforderung!

Alle Polikliniken auf Videogespräche vorzubereiten, war laut Heidi Wilms noch eine ziemliche Herausforderung. „Wir wollten am 1. Mai offiziell beginnen, im März hatten wir das Pilotprojekt gestartet.“, erzählt sie. „Daher hatten wir letzlich nur den April Zeit, um 36 Therapeuten in Videogesprächen zu schulen“. In derselben Zeit mussten zudem noch 19 verschiedene Verwaltungen von SEIN entsprechend instruiert werden. Bevor eine erste Konsultation stattfindet, wird bei jedem Patienten die jeweilige Videogesprächsverbindung auf ihre Funktionalität überprüft. Diese Testanrufe werden von den Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeitern durchgeführt.

Wilms: „Unsere Konsultationen dauern in der Regel 15 Minuten. Diese Zeit ist schnell um. Probleme mit der Verbindung können wir uns daher nicht leisten. Wenn sich der Therapeut erst damit befassen muss, bleibt nachher nichts für die eigentliche Gesprächszeit übrig. Es gibt auch nicht nur die Therapeuten, die geschult werden müssen, sondern auch noch 37 Verwaltungsangestellte an 12 verschiedenen Orten im ganzen Land.“

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Tablets für SEIN

Um die Teilnahme an Videogesprächen zu vereinfachen wird pro Verwaltung und Therapeut je ein Tablet-PC angeschafft. Wilms: „Therapeuten müssen während eines Gesprächs die elektronische Patientenakte einsehen können. Das ist für sie bequemer, als wenn Sie das Beratungsgespräch zeitgleich auf einem separaten Bildschirm durchführen müssten. Daher die Tablets.“

Weniger Stress

Sowohl Patienten als auch Therapeuten von SEIN äußern sich bis jetzt sehr positiv zu der Nutzung von Videogesprächen. Zudem erspart es den Patienten einiges an Stress. Wilms: „Nehmen Sie unsere geistig behinderten Patienten. Es kann eine ziemliche große Aktion werden, diese zu unserer Klinik zu bekommen. Manche finden es sehr verwirrend, aus ihrer gewohnten Umgebung geholt zu werden und können dadurch ziemlich durcheinander geraten. Dass die Beratungsgespräche nun auch über die Videogesprächsfunktion der E-Health-Plattform von Minddistrict stattfinden können, ist für sie daher eine wesentliche Verbesserung.“

Evaluation bleibt wichtig!

In der nahen Zukunft wird SEIN die Nutzung der Videogespräche gut evaluieren. Heidi Wilms dazu: „Ein wichtiger Punkt ist die Planung der Sprechzeiten. Bei Videogesprächen ist es besonders wichtig, dass eine Sprechzeit nicht überzogen wird. Wenn dies passiert, sitzt ein anderer Patient, der nun an der Reihe ist, nämlich vor dem Bildschirm und fragt sich, warum dort niemand ist. Das wäre für unsere Patienten emotional noch ein Stück weit unangenehmer als wenn sie etwas länger im Wartezimmer sitzen müssten.“

Jedem Klinikbereich seine eigene Funktionalität

SEIN ist innerhalb kürzester Zeit zu Videogesprächen übergegangen. Für die Implementierung der zahlreichen anderen Funktionen der Minddistrict E-Health-Plattform nimmt sich die Einrichtung allerdings mehr Zeit. Unser Ziel ist, dass wir die Funktionen, die für uns interessant sind, innerhalb der kommenden zwei Jahre einführen möchten“, so Frau Wilms.

Videogespräche

Welche Funktionen dies genau sein werden, unterscheidet sich von Klinikbereich zu Klinikbereich. Wilms: „Innerhalb der Abteilung für Psychotherapie möchten wir prüfen, ob wir Online-Behandlungsmodule in Kombination mit der bestehenden Form anbieten können. Zudem möchten wir Fragebögen, die von Patienten regelmäßig ausgefüllt werden müssen, ebenfalls über die Plattform abfragen.“ Um noch hinzuzufügen: „Es gibt einfach sehr viele Möglichkeiten. Gerade die Tatsache, dass Minddistrict so viele verschiedene Funktionen innerhalb einer Plattform anbietet, macht sie für uns so attraktiv.“

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